11.-26. November 1858

11. November 1858: (...) als Papa heim kam hatten wir eine Gans, bei der wir ziemlich vegnügt warm. (...)

25. November 1858: Nachdem ich am Morgen nur kurze Zeit gelesen, machte ich mich hinter meinen Armenbericht, den ich abschreiben muß und war bis um 12 Uhr fleißig. Betheli kam zum Essen u. nach Tische Dieter u. Märteli und wir fuhren später in den Engenweg. Abends war die erste Vorlesung v. Hr. Prof. Schweizer. Nachher war ich noch emsig bei Mama zu Hause, es war recht herrlich.

26. November 1858: Am Morgen las ich nicht lange, sondern machte mich gleich wieder hinter meine Schreiberei an der ich ordentlich vorrückte. Nachmittags war Armenverein, man redete aber auch viel v. Mägden; Bei uns ist heute auch wieder eine Freundin v. Ghlese (unklar) gewesen, die uns nicht übel gefallen hat; doch muß man ihr nachfragen. Abends waren wir doch ein u. im Stübli, und ich las einen großen Theil der Auguste von Ottilie Wildermuth vor, welche zwar ganz einfach; aber artig ist. (...)


Du warst heute in einer Vorlesung von Prof. Schweizer. Vielleicht war es Prof. Alexander Schweizer (1808-1888), der bereits seit 1840 Ordinarius für Praktische Theologie, Neues Testament und Ethik ist - also Stoffe vortrug, die Dich sicherlich interessierten. Vielleicht meinst Du mit “erster Vorlesung” dass es die erste im Semester ist? Jedenfalls unterrichtete Prof Schweizer im Wintersemester 1858/59 jeweils Dienstags und Donnerstags “Katechetik” - aber ganz passt das mit Deiner Beschreibung nicht zusammen.

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2./8. November 1858

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2.-9. Dezember 1858