29. September 1858
29. September 1858: Am Morgen war ich ziemlich früh u. nachdem ich gelesen u. allerlei Obstgeschäfte gemacht erwartete ich Betheli. Dieter kam aber auch mit u. das Kind wurde ganz verstört u. fing an z. weinen. Jch wollte es zuerst trösten, doch vergebens. Es gelang dann aber Nanny, u. von diesem Augenblick an hielt sich das Kind immer nur an sie. Ich betrübte mich sehr darüber, u. da ich ohnehin zu zeichnen hatte, ging ich in mein Zimmer u. blieb dort bis zum Essen. Auch Nachmittags war es ungefähr das Nämliche, ich hatte viel zu thun, u. das Kind wollte nicht bei mir sein. Das Alles betrübte mich so sehr, daß ich Abends als Herr Türck's kamen ganz verweinte Angen u. einen recht traurigen Abend hatte. So geht es immer, wenn man sich an etwas in der Welt zu sehr anhängt, ach mein Heiland, laß mir alle diese Erfahrungen z. meinem besten dienen u. mich da durch immer mehr zu Dir gezogen werden!